Schlaganfall

Tipps

Den Alltag meistern

Ergotherapeuten unterstützen den Patienten bei der Bewältigung des Alltags. Der Patient lernt, trotz seiner Einschränkungen ein möglichst selbständiges Leben zu führen. Dabei übt der Patient, fehlende Körperfunktionen mit neuen Bewegungsabläufen zu kompensieren. Unter Berücksichtigung von Wohnsituation und Umfeld des Patienten wird die Handhabung von speziellen Haushaltsgegenständen und Vorrichtungen trainiert.

Wichtig ist, dass der Patient möglichst viele seiner Alltagsverrichtungen wieder selbst durchführen kann: An- und Auskleiden, Essenszubereitung, Essen, Körperpflege sowie eigenständiger und rechtzeitiger Gang zur Toilette. Auch komplexere Verhaltensweisen werden neu eingeübt, zum Beispiel Einkaufen, Kochen, Telefonieren, Tagesablauf, Einnahme von Medikamenten.

Tipps für den Alltag von Betroffenen:

Das Leben wieder selbst anpacken - so gut es geht:

Machen Sie so viel wie möglich selbst. Lassen Sie sich nicht durch Rückschläge entmutigen. Nehmen Sie sich Babys und Kleinkinder hinsichtlich Frustrationstoleranz zum Vorbild: Auch sie üben greifen, laufen und sprechen wieder und wieder, ohne dabei aufzugeben.

Betreuung zu Hause, der Hausbesuch

Die Rückkehr nach Hause ist ein wichtiger Schritt. Auch Pflegebedürftige sind in den eigenen vier Wänden oft besser aufgehoben. Sie fühlen sich oft sicherer und profitieren von der vertrauten Umgebung.

Tipps für Angehörige, die Angehörigenarbeit:

Auch für Angehörige von Schlaganfallpatienten bedeutet die Krankheit eine drastische Veränderung. Die vertraute Person ist plötzlich hilflos, körperlich stark eingeschränkt, erkennt möglicherweise vertraute Gesichter nicht mehr und hat sich eventuell auch charakterlich verändert. Schlagartig ist alles anders.

Helfen Sie dem Patienten durch Geduld, Unterstützung und Ermutigung.

Sprechen Sie viel mit ihm – und zwar wie mit einem Erwachsenen. Der Verlust der Sprache bedeutet nicht, dass der Verstand ebenfalls gelitten hat! Und wenn: kein Kind möchte wie ein Baby behandelt werden, auch wenn es sich so aufführt. Nehmen Sie dem Patienten nicht jeden Handgriff ab – nur durch unermüdliches Üben können die verlorenen Fähigkeiten wieder hergestellt werden.