Rückenschulung

Das geschulte Auge einer gut ausgebildeten, erfahrenen Ergotherapeutin,

beobachtet beim Eintreten in die Praxis das Gangbild und die Haltung des Patienten, erkennt Fehlverhalten gleich. Im weiteren Verlauf werden alltägliche Bewegungen unter physiologischen Gesichtspunkten beobachtet. Darauf kann eine individuelle Therapie mit konkreten Zielen aufgebaut werden. Übungen werden in der Praxis angeleitet und als Hausaufgabe vermittelt. Zur Kontrolle werden sie bei der nächsten Behandlung vom Patienten vorgeführt und ggf. korrigiert.

Vermitteln der Regeln der Rückenschulung: Die Regeln werden erklärt, vorgezeigt und individuell geübt. Das bewusste Umsetzen der Regeln im Alltag. Individuelles Anwenden beim Sitzen, beim Stehen und Liegen, beim Heben und Tragen, bei Tätigkeiten im Haushalt wie Kochen, Bügeln, Aufräumen, Putzen, Kinderbetreuung und Babypflege, Gartenarbeit, Arbeiten im Beruf - richtige Arbeitshöhen und Arbeitspositionen, richtige Einstellung des Bürosessels, Beachten von Arbeit und Pausen, Entspannungsbewegungen u.s.w.

Rückenschulung bedeutet konsequente Verhaltensänderung

bei allen Tätigkeiten des persönlichen Alltages, also bei den Aktivitäten zu Hause, im Berufsleben und bei allen Freizeitaktivitäten. Es ist besonders zielführend, mit dem Patienten die Körperwahrnehmung zu trainieren, zu lernen sich richtig zu bewegen und aufrecht zu halten. Weiterhin erklärt und trainiert die Ergotherapeutin mit dem Patienten verschiedene Übungen zu Muskelkräftigung und zur Verbesserung des Bewegungsausmaßes unter Berücksichtigung gelenkschonender Bewegung und Belastung. Die weitere Aufgabe der Ergotherapeutin ist es, die erlernten korrekten Haltungen und Bewegungen im Alltag bewusst umzusetzen, sie zu trainieren und einschleichende Fehler zu korrigieren.

Rückenschulung besteht aus:

  • Information über Aufbau, Aufgabe der Wirbelsäule
  • Funktion der Muskulatur bei Bewegungen und Haltungen
  • Zusammenhang von Körperhaltung und Bewegungsverhalten
  • das Entstehen pathologischer Bewegungsmuster
  • Entspannungshaltungen und Entspannungslagen als Möglichkeiten, mit Schmerzen umzugehen.